Ich schau hinaus
aus einem Fenster mit Gitterstäben
und suche vergebens
nach den silbern leuchtenden
Punkten am Himmel
die wie kleine Diamanten
zu tausenden
hoch oben leuchten
Stattdessen ziehen nur
dunkle Wolken vorüber...
Dunkle Wolken
die auch meinen Altag bestimmen
die in meinem Schädel herrschen
die manchmal auch
meinen Verstand verdecken
So dunkel wie auch
meine Seele geworden
mein Handeln, mein Tun
und mein Denken...
Ich bereue es nicht, was ich tu
und noch tun werde
Es ist gut so wie es ist
und es ist auch gut so
wie es kommen wird
Ich werde weiterkämpfen
kämpfen für mein Volk
für die Freiheit, für die Gerechtigkeit
und keiner wird mich je aufhalten...
Es ist gut, für eine Sache zu sterben
von der man überzeugt ist
für die es sich lohnt, alles zu geben
und vielleicht sogar
sein Leben zu lassen...
Wartend...
Die Zeit hier
scheint still zu stehen
ich vermisse Dich so sehr
verzehre mich nach Dir
will Dich spüren
und berühren...
Du bist weit weg
viel weiter weg als sonst
kann mit Dir nicht kommunizieren
auf keine Art
Es macht mich verrückt
frißt mich auf und tut weh...
Jeden Tag nur warten
warten auf den Tag
an dem die Türe aufgeht
und ich hier raus kann
Raus, um Dich endlich
wieder sehen zu können...
Der ewige Kampf...
Einst gab es riesige Büffelherden
mit denen wir mitzogen
und die uns nährten...
Wir waren frei geboren
lebten frei
und starben frei...
Einst hatten wir unsere Religion
lebten eng mit der Natur verbunden
zusammen mit dem großen Geist...
Versprechen wurden nie eingehalten
Verträge wurden gebrochen
uns wurde alles genommen...
Die Büffelherden verschwanden
wir wurden in Reservationen gezwungen
durften unsere Zeremonien nicht mehr abhalten
und unsere Sprache nicht mehr sprechen...
Eines aber werdet ihr uns
niemals nehmen
oder brechen können
- unseren Geist und unsere Seele...
Innerer Kampf...
Worte erklingen
schon längst nicht mehr
aus deinem Mund
zu Eis erstarrt
genau wie deine Blicke
Sie sind müde geworden
nicht mehr suchend
starr in eine Richtung
Krieg herrscht in deinem Schädel
wirre Gedanken
beherrschen dich
Der Körper führt manchmal
sein Eigenleben
Wilde Ausbrüche überkommen dich
keine Kontrolle mehr
Ausgeliefert
dessorientiert
gefangen in deiner Selbst
kein Entkommen....
Blick in den Tod...
Ich sah einen Engel
sein Gefieder so rein und weiß
so unendlich schön
Er streckte mir
seine Hand entgegen
wollte mich halten
mich führen
mich retten
aus einer undankbaren Welt
...erlösen...
Ich aber
ließ sie wieder los
endschied mich
für den Rückweg
Zurück ins Leben...
....doch der Tod
wäre die Erlösung
aus dieser Hölle gewesen....