ich komme gerade vom friedhof
von nebelschwaden und dunkler lichter
o die eiskalten hände o ihr geister der nacht o meister des
morgens nehmt meinen körper in eure arme zertretet meine seele
im schlamm der möglichkeiten es sind die träume der einsamkeit
die dich formen ich öffne meine hände und trinke die träume der
schmerzen todgeweihter lieder stürme der nacht martern die seele
mein blutiger bruder komm wir suchen die dunkle schwester der
nacht reich uns den trank des todes auf schwarzen flügeln ins
dunkle reich der ewigkeit meine wunden zucken wie blitze
berstender korallen ein toter träumt sein leben wandeln in ewiger
finsternis der kristall er drängt ein schrei aufbrechender wunden
ich ekel mich der eitrigen wunden und träume fließender wasser
ruhiger pole o dunkle schwester hilf die tränen trinken mich aus den
steinen des untergrunds tritt weltunter ich verzweifle im angesicht
des lebens die dunkelheit übernimmt ich träume in höchsten tönen
und singe das lied der ewigkeit wundervoller erdengründe welkender
blumen sterne höchsten glücks wünsch meinem ableben nichts es regnet
nicht für mich nur ein traum reckt den finger für mich einer kerze
gleich brennend zum docht wer oder was ist mein traum ein leiser
klang zur mitternacht tränen ungehemmt flüsse der einsamkeit wunder
eines toten lebend treu gelebt gehofft gedacht doch wie gestorben
doch wie gelebt die waage wiegt die tränen gewichte der schmerzen
die stürze des todes in dunkler nacht windet meine existenz im schauer
des regens gewittersturm um mitternacht entsendet eulen der nacht
und träume aus der finsternis meines weißen körpers leichnam der
lebenszeit ein sturz der sturz gottes ich betrete die stufen der
finsternis und ich erwarte dich trümmer meines ichs ich höre schritte
gehen in dem erdengrund träume vergehen und musik endet im steinern
antlitz wo bist du dunkle schwester der finsternis
o
ich suche die seelen der träume ein windiger palast eines rabenfluges
sendet krächzende töne in mein sein die seelentöter sind unterwegs
manager geldgeile kerle der mop folgt ihnen ohne widerwillen auf
hoffnung eines kotabfalls trinken sie den speichel und lecken die eier o
wie geil...der winter der welt erstickt meine letzten begierden
aus der tiefe eine stimme in fremder sprache verfasst dunkel erfasst
hinab aus dunkler erde trunkener töne der dunkelheit stürmischer töne
aus hohlen hallen und anschwellend ein dumpfer ton mit leisen stimmen
drängt ein summen ein mein ohr es gibt kein verstecken die tränen
der dunkelheit opfern mein blut und ein fenster der seele der wirklichkeit
ich trinke mein leben und gebe meinen tod und ein letztes mal war ich
tod beginne endlich zu leben es vergeht der traum meines seins...
fragment einer nacht
er betrat die stufen der dunkelheit wissend auf nimmer wiederkehr der
tage des lebens trunkener lüste und schmerzen das wissen der nacht
im dunkel des vergessens treibt ihn voran abseits wilder träume die zu
öffnen er vergaß das martyrium des gottes ist eine lüge ein schrei in
feuriger qual ein menschlicher schrei ich ersticke ersticke o er räuchert
die pole ich ersticke kein schrei meine fesseln festgezurrt eine
zerschlagene stimme kann nicht schreien wachsabdrücke formen mein
sein o du träumendes ich deine freude ist verflogen
es ist das schweigen
es ist das dunkel
und der tod
bunter blumenträume
süßer tod
o winternacht welkender blüten
mein tod ist voller schmerz
der versuch aufzustehen und die beine versagen den traum die dämonen
locken bitter in den wäldern mein blut versickert in der boshaftigkeit der
menschen hilflos in meiner gruft weine ich dem vergessen entgegen
geschlagen und getreten verunglimpft und beschimpft mein entsetzten
und sagt kein wort ertrinkt in sprachlosigkeit und wendet die augen den
tränen des ozeans dort entfernter freiheit der albatros seine kreise zieht
ich sinke darnieder in grenzenloser trauer mein leben ein scheusal von
schmerz und leid
ich gehe hinab schwindelnder treppen der finsternis träume des todes
zerrissener bande des lebens schmerzvoll breitet mein sein pein ist mein
leben die dunkelheit schützt meine wunden ich erlebe den holocaust
meines seins und zerstöre die ernte meiner trauben weinrot fließt der
saft meines blutes trunken der stein der dunklen nacht fiebernd glänzend
winden sich traumfetzen festhaltenden seins
die tränen der götter sind die tränen meines hauptes vergossen der
tragödie mensch ich verachte deine taten verdammnis des lebens der tod
raubt deine seele und ich trinke dein blut bis zum tode der ewigkeit und
tränen rinnen mir herab ein dunkler traum sendet seine tränen des
lebens und der winter des tages bringt den tod meiner schmerzen
Prolog:
chrysanthemen blumen des todes
wolken auf den wassern der trauer
stürme der nacht
trinken die häuser der lebenden
und die toten frohlocken um mitternacht
winterliches breitet ein weiß
leichentuch einer endlichen nacht
schwarze fliegen auf meinem grab
sie trinken meine ewigkeit
und
... und die wunden
das blut verflossen
und...
die trauer ruft den tod
was soll ich tun
der fluß fließt
eine richtung nur
der fährmann winkt
des flosses richtung fährt
ich folge
ich sehe den himmel nicht mehr
bin fast nicht mehr da
in meinen augen kein wort
die räume der dunkelheit
senden kein wort