die träume der trauer
zerbrechen mein herz
tränen ungesehen
die schreie der nacht ungehört
sinke ich ins meer des vergessens
der fährmann treibt den kahn
über den fluss des todes
das ringen der zeit endet hier
die trompeten der endlichkeit
erklingen einer unsteten macht
draußen glitzert der schnee der kälte
über meinen schenkeln spielen wunder
ich erwarte der mondin silberne lust
und zerstäube mein sein im sternenschauer
ich trinke dein dunkel -
Göttin der nacht
und öffne dein tor der finsternis
die wunder des blutes fördern deine lust
ein ende im garten eden
vertrau der lust und freude
ich trinke deinen garten
und schlecke deinen honig
und die fenster der dunkelheit
öffnen meine begierde
ich trinke den kelch der lust
Klage einer Nacht
sei bereit
die dunklen stufen zu betreten
sei bereit
die träume der nacht zu trinken
sei bereit
dich zu befreien
sich verlieren in den fenstern der dunkelheit
und die dunkle schwester betrat
die stufen der nacht
wer hört meine träume
wer liest meine tränen
der ruf der nacht ungehört...
nur die kinder der nacht...
ich tränke mein hier-sein
mit der trauer meines blutes
vergiss die zeit
tauche mit mir ein in die dunkelheit
denn ich bin zum leben erwacht
fliege in die nacht
die ewigkeit beginnt heut`nacht
in totaler finsternis
ein meer von gefühl und verlangen
folg mir nach vertraute nacht
nur sie kann deine seele retten...
winternacht winternacht
du retterin meiner seele
ich betrete die räume des schweigens
ein großes theater der ewigkeit
und die träume der menschen
zerplatzen wie seifenblasen
ich ersteige den hügel
dunkler grotten licht
erwartet den jüngling im zentrum der finsternis
das schweigen ist der traum des glücks
und die träume der nacht
fliegen auf schwarzen schwingen
auf windfernen pfaden zu mitternacht
gewitterfetzen prüfen deine wahrnehmung
das grauen heißt dunkel
schattenstufen lenken die wege deiner träume
dein leben ist ein fünkchen staub
und ein schwarzer engel träumt...
lust und verderben und eine bloße leere
und die dunklen herzen der gier
trinken weiße haut und blut...
und blut und weißen schnee...
die gier nach deinem blut
die augen der nacht sehen edelsteine
verwunschene prinzessinnen der finsternis
die ewigkeit beginnt heut nacht
ein meer von gefühl und verlangen
da draußen ist freiheit dort in der nacht
wo alle wunder möglich sind
die tränen der sterne
sind häupter meines seins
und die tränen der götter nähren mein sein
hörst du mein rufen
fühle und werde
tief aus der erde
trinke ich deinen duft
öffne deine träume
und gebe deine lust
die träume der nacht
in frostiger kälte
wahrt haut und haar
wer begleitet dich
in frostiger nacht
spüre die kälte
und unsre säfte
die träume der Göttin
trinken rote tulpen
die dunklen stufen der finsternis
zu betreten
ist ein strom sich windender kreaturen
ein herabstürzender unrat
ein chaos der gefühle
nichts ist das was es scheint
folge dem strom
einem anderen sein
willkommen zurück: im dunklem turm
ich trinke dein sein aus
bis zum letzten tropfen
ich träume die reinheit der welt
trage die last aller welt
die tränen der Göttin
sind mein schwarzes blut
aus den schattenstufen der dunkelheit
tropfender nässe moosbewachsener steine
aus den spiegeln fratzenhafter gestalten
so hölle
dringen geisterhafte stimmen schwatzhaft
und lösch das licht des tages...
die träume gesellen winter
im anblick der schwester mondin
winterstarre baumtränen
entsetzen augenringe paarweise
o rötung des entsetzens...
traumblut meiner nacht
warum lasst ihr mich nicht schlafen
meine dunkle mutter trocknet meine tränen
im erdengrund
doch mein sehnen träumt aus erdengrund
strahlender sterne
und jetzt:
ich sterbe und sterbe
und ich trinke in der nacht
und ich hindre nicht meinen tod
mein schicksal ist der traum der nacht
sie hetzen mich
sie schlagen mich
sie töten mich
einst lag ich unter dem grase
so weich
warum lasst ihr mich nicht schlafen
ohne titel
machtvoll schreit schwärze in mein herz
heuschreckenschwärme der nacht
blutroter liebe
die schnittstellen der wunden
bluten aus
ich
ich zetere dir nicht
o mein blut trinkt deine blüte
o schwester
ich betrete die stufen der finsternis
Seelenflug
die winter drängen dem untergang
entgegen
dein haupt kopfunter
dem schnee und dem blute
rheinschiffer strömen herbei
die totenglocken
es strömt ein schwarzer strang
um wolkenmitternacht hernieder
ein engel der nacht
streift meiner flügel schwärze
in der finsternis
gelobe dem traum der asche meiner macht
kein leben mich erreicht
betrete die traute kammer
in dunkler nacht