Dark Spirit, dunkle Lyric, Gedichte & Gedanken von Midir_22



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Texte von Midir...



...einer dunklen Göttin

die träume der trauer
zerbrechen mein herz
tränen ungesehen
die schreie der nacht ungehört
sinke ich ins meer des vergessens

der fährmann treibt den kahn
über den fluss des todes
das ringen der zeit endet hier
die trompeten der endlichkeit
erklingen einer unsteten macht

draußen glitzert der schnee der kälte
über meinen schenkeln spielen wunder
ich erwarte der mondin silberne lust
und zerstäube mein sein im sternenschauer

ich trinke dein dunkel -
Göttin der nacht
und öffne dein tor der finsternis
die wunder des blutes fördern deine lust

ein ende im garten eden
vertrau der lust und freude
ich trinke deinen garten
und schlecke deinen honig

und die fenster der dunkelheit
öffnen meine begierde
ich trinke den kelch der lust




Klage einer Nacht


sei bereit
die dunklen stufen zu betreten

sei bereit
die träume der nacht zu trinken

sei bereit
dich zu befreien

sich verlieren in den fenstern der dunkelheit

und die dunkle schwester betrat
die stufen der nacht

wer hört meine träume
wer liest meine tränen
der ruf der nacht ungehört...
nur die kinder der nacht...

ich tränke mein hier-sein
mit der trauer meines blutes

vergiss die zeit
tauche mit mir ein in die dunkelheit
denn ich bin zum leben erwacht
fliege in die nacht
die ewigkeit beginnt heut`nacht
in totaler finsternis
ein meer von gefühl und verlangen
folg mir nach vertraute nacht
nur sie kann deine seele retten...

winternacht winternacht
du retterin meiner seele
ich betrete die räume des schweigens
ein großes theater der ewigkeit
und die träume der menschen
zerplatzen wie seifenblasen

ich ersteige den hügel
dunkler grotten licht
erwartet den jüngling im zentrum der finsternis

das schweigen ist der traum des glücks
und die träume der nacht
fliegen auf schwarzen schwingen
auf windfernen pfaden zu mitternacht

gewitterfetzen prüfen deine wahrnehmung
das grauen heißt dunkel
schattenstufen lenken die wege deiner träume
dein leben ist ein fünkchen staub
und ein schwarzer engel träumt...

lust und verderben und eine bloße leere
und die dunklen herzen der gier
trinken weiße haut und blut...
und blut und weißen schnee...
die gier nach deinem blut

die augen der nacht sehen edelsteine
verwunschene prinzessinnen der finsternis
die ewigkeit beginnt heut nacht
ein meer von gefühl und verlangen

da draußen ist freiheit dort in der nacht
wo alle wunder möglich sind
die tränen der sterne
sind häupter meines seins
und die tränen der götter nähren mein sein

hörst du mein rufen
fühle und werde
tief aus der erde
trinke ich deinen duft
öffne deine träume
und gebe deine lust

die träume der nacht
in frostiger kälte
wahrt haut und haar

wer begleitet dich
in frostiger nacht
spüre die kälte
und unsre säfte
die träume der Göttin
trinken rote tulpen

die dunklen stufen der finsternis
zu betreten
ist ein strom sich windender kreaturen
ein herabstürzender unrat
ein chaos der gefühle

nichts ist das was es scheint
folge dem strom
einem anderen sein
willkommen zurück: im dunklem turm

ich trinke dein sein aus
bis zum letzten tropfen
ich träume die reinheit der welt
trage die last aller welt

die tränen der Göttin
sind mein schwarzes blut

aus den schattenstufen der dunkelheit
tropfender nässe moosbewachsener steine
aus den spiegeln fratzenhafter gestalten
so hölle
dringen geisterhafte stimmen schwatzhaft
und lösch das licht des tages...

die träume gesellen winter
im anblick der schwester mondin
winterstarre baumtränen
entsetzen augenringe paarweise
o rötung des entsetzens...
traumblut meiner nacht

warum lasst ihr mich nicht schlafen

meine dunkle mutter trocknet meine tränen
im erdengrund
doch mein sehnen träumt aus erdengrund
strahlender sterne

und jetzt:

ich sterbe und sterbe
und ich trinke in der nacht
und ich hindre nicht meinen tod
mein schicksal ist der traum der nacht

sie hetzen mich
sie schlagen mich
sie töten mich

einst lag ich unter dem grase
so weich
warum lasst ihr mich nicht schlafen




ohne titel


machtvoll schreit schwärze in mein herz
heuschreckenschwärme der nacht

blutroter liebe

die schnittstellen der wunden

bluten aus

ich

ich zetere dir nicht

o mein blut trinkt deine blüte

o schwester

ich betrete die stufen der finsternis



Seelenflug

die winter drängen dem untergang
entgegen
dein haupt kopfunter
dem schnee und dem blute

rheinschiffer strömen herbei

die totenglocken

es strömt ein schwarzer strang
um wolkenmitternacht hernieder

ein engel der nacht
streift meiner flügel schwärze
in der finsternis

gelobe dem traum der asche meiner macht

kein leben mich erreicht
betrete die traute kammer
in dunkler nacht



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