sim winter
flüstern zweige frost
die träume der nacht
trümmer
vergangenheit und ein letztes
tod
er
gewaltige stürme
blutbefleckter winde
werden hinwegfegen
über die träume der menschen
und ein sog großer gier
blutiger lippen
wird bittere verzweiflung senden
ein leid der träume
das zisterstienzer kloster in
den bergen
wird überschwemmt werden
von todesmutigen
und ein wahrer gott wird erstehen
gesandt zum blute der menschheit
die rote spur zerrinnt in arktischer nacht
ein schrei erstickt vor kälte
wollust strömt in adern
und leise fällt ein weiß wie schnee
roter glut augen pulsierender gefäße
trunken vor glück und lust
tritt ein leuchten ins antlitz
über gebrochener blässe weiß wie schnee
und ein traum der nacht
schwarzer flug der dunkelheit
entlässt geträumtes in die ewigkeit
bei kerzenschein ein letzter schluck
bevor der morgen graut
im schutz dunkler gründe
harre der nacht
heute nacht Isis
wenn wut dringt in alabastersterne
träume tropfen kerzen heißer glut
dunkler künste willensstärke
drängt mein schwarzes blut
und schreitet der stufen dunkler gründe
abwärts
in schwarzer erde suchend dein gemach
o schwester
ich sehe deine dunklen träume
o wunder deiner seele
o elfenbein dein gebein
doch der zwinger:
kastenkäfig der menschen
trinke den giftbecher des lebens
o holde
weiße mähre mit schwarzen schwingen
sollt ich dich verfluchen
in kalter winternacht
so weiß wie der tod
du steigst herab in deinen fledermausschuhen
herab in meine träume
trägst verlangen und wollust
die leibe deiner bereiten schenkel
die träume der alabastersterne
tropfen kerzen heißer glut
ich möchte dir so gern folgen
doch wut dringt in alabastersterne
seelenkummer in einer verdorbenen welt
die dürre des tages ist das alter der börse
mich dürstet
und ich rufe die kinder der nacht
die träume der finsternis
auf der fährte der wölfin
die stufen unter der welt
dem abgrund entgegen
fröstelnd um mitternacht
tränkt euch von rotem wein
denn euer blut soll ihres sein
ich entwinde die schlange
dem regen entgegen
nachtbleich erscheint sie blutender lippen
und ein trank aus ihrem
blutendem kelch stillt heiße tränen
und alabastersterne funkeln
träume tropfen kerzen heißer glut
für s.
einer kerze entströmt licht
ich entsende dunkelheit
und mich
o ihr kinder der nacht
lasst uns trinken
und die wunder der sterne
begleiten die nacht der lüste
abgründe beherbergen
die schätze der finsternis
Fürbitte an Isis
unter der schmalen sichel
der mondin
auf schwarzer fährte
inmitten der kinder der nacht
träumt ein toter die liebe seines lebens
auf fledermausschuhen steigt die mondin
herab zum erdengrund
und im katzenwagen strahlt Luzifers stern
o holde Göttin der nacht
o schwarze schwingen der finsternis
versteinertes antlitz deiner größe
mein opfer ist blutroter wein
die herrscher der finsternen wälder
dienen dir zum tode
ich toter unter der gruft
gebiete über würmer und käfer
und spinnen zuhauf
erstrecke meinen leib dir zu ehren
übers himmelsgewölb
erwecke mich zu durstigen qualen
die tränke der welt ist dein