Dark Spirit, dunkle Lyric, Gedichte & Gedanken von Midir_15



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Texte von Midir...



ein menschentraum

das geflügelte wesen treibt
schwärze in deinen bauch
lustvoller triebe

ich trinke deinen saft
und gebe mich dir
umhülle dich

nimm von mir
deiner lust stachel

unsere vereinigung ertränkt welten
reite mit mir durch die nacht
auf leuchtenden höllenpferden
schwarz wie die pest

fliege über züngelnde schlangengründe
ich erhebe dich über erdengrüfte
meiner freunde:
würmer und spinnen

deine lust ist meine wonne
dein blut ist meine nahrung

ich bin dein diener
schenke dir mein sein

die liebe der ewigkeit
die trauer der ewigkeit




mein nächtlich verlangen

die einsamkeit der stunde
trinkt roten wein
mein blut pocht im aderlauf

ein verlangen der begierde
o lust nach dir

deiner weißen haut
unter rotem wein
entsende ich meine küsse

meine schwarzen schwingen
gleiten im lichte der mondin
ein entsetzen der dunkelheit
und sehnsucht der nacht

träume von liebe und lust
schenk´ich dir geliebte
öffne dein fenster -
zum festmahl der lust

gebe mir dein blut -
ich schenke dir orgasmen der lust
und ewige träume meines lebens

wir entschweben der vergänglichkeit
in die freiheit der ewigkeit
von trauer und verlust
glück und entsetzen

von grenzenloser sinnenlust
und vollkommenheit




beschwörung

schwarze schwingen begleiten mich
zu dir
ich rieche den duft deiner tiefe
und spüre den druck deiner schenkel
ich weiß

ich sauge dich aus

doch dein blut ist mein wein
schwarzer nacht und unsterblichkeit

doch:

ich schenke dir mein leben

meine trauer der einsamkeit

deine lust soll leben

denn:

meine dunkelheit heißt tod
trauer und ewige nacht

ich möchte mich zerstückeln
und zerhacken

traumkerzen der nacht

ich - zerfledderter adler
und rabenschwarz
möchte sein im dunkel der nacht

die trümmer meines herzens
vergangenes blutet aus
verdorrt - doch nicht vergessen

ich fliehe in wälder
die fährte in wälder
ist mein weg

ich trinke blut - menschenblut
und wachse und wachse
und träume
und trauer
und weine

mein traum ist nicht von dieser welt
kerzenlicht ist mein klang

im silbernen harnisch reiten die
ritter vorüber

ich trinke und trinke
den roten wein
und blut tropft auf meine füsse

mein grab bereitet -
das leichentuch ist schwarz
ich denke an meine freunde -
würmer und spinnen
meine gebeine köstlich bereitetes mahl

ich betrete die treppen der tiefe
trinke deinen saft des lebens
zu meinen gesängen der dunkelheit

mein licht ist schwärze -
schwarz wie die nacht
mein verlangen ist dunkel
und blut ist meine extase

orgasmen der lustin fiebriger hitze
dunkler gewölbe nacht
betrete den weg der dunkelheit
tiefe tränen der nacht

mein traum ist dein leben
meine einsamkeit deine trauer
mein durst dein glück
und meine liebe deine tränen

o sinke in meine arme
und träume unser glück
erwache im blut der dunkelheit
und nährfe mein glück

ich träume dich geliebte
und wünsche unser sein
und schenke dir die ewigkeit
und meinen traum vom glück

suche deine liebe
in meinen augen
und trinke meine lust
mein blut wird dein leben

die winke des lebens
werden vergehen
wie schneefall im sommer

kein wolkenzimmer wird uns sträuben
ich lege dir die mondin zu füssen
meiner herrin kalter glut
bleiches licht in der dunkelheit

der tau der mondin
reift in deinen schenkeln
des morgens
und
ich trinke dein blut der nacht

ich sinke vor dir nieder
modriger unterkünfte in der nacht
tränen meiner einsamkeit
tropfen rot in das glas der zeit

die trümmer der zeit sperren mich aus
ich ein fürst der finsternis
zeitloser schwärze
traum der einsamkeit

wer findet mein licht
in der finsternis....

ich trinke die hölle
und speie flammenkörper
entgegen der menschen

mein licht ist nicht
von dieser welt
dunkel und beschwörend
nur besonderen habhaft

ich trinke poesie in großen zügen

und roten wein wie blut...

ich möchte dich trinken
junge maid...
dein blut und deine lust
und dein entsetzen
und liebe deiner augen

...und ein traum
meiner dunklen existenz
ist das leben -

ein wunder der nacht

nichts gebiert den schauer

der schauer ist das leben




ohne titel

ich sehe die dunkelheit,
die dunkelheit des nichts treibendender wolken wunder entsetzt mein
licht der nacht roter wein glitzernd leuchten ertrinkt trauer im
nichts. ich streue blutblumen auf deinen weg - folge mir in das dunkel
der erde steiniger höhlengründe - ich öffne dir wunder - adern der unendlichkeit - folge meinen pfaden - ich führe dich in die wälder der
dunklen heimatder wölfe - hab`keine angst geliebte, ich bin das herz
der wölfe.
meiner einsamkeit und trauer gewahr, betreibe ich ein blutiges geschäft
und fröhne zugleich mit der gabe der poesie ich erwecke dein licht
perle der dunkelheit und erwecke deine schwarze lust
und trauer und lust sind eins ich verbrenne mein angesicht im lichte
der menschen und entzünde ein feuer der schmach zum gedenken der
unwissenheit...
meine dunklen zeiten sind gezählt ich erwarte den winter der kälte
trost



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