o meine muse
göttin...
blutend liegt der dichter
dir zu füßen
trunken vor liebe zu dir
treiben seine sinne
im wasser der gefühle dein
lethes fluß schwarzer wellen
können ihn nicht schrecken
doch
du bist fern
und er ist fern der welt
irrlichtend im moor
und verkehrt mit geistern
trinkt mit ihnen blutroten wein
glüht des morgens im fieber
kein wasser will ihn laben
doch sterbende blumen
lindern seine pein
sein weg ist schmerzenspein
schicksal eines dunklen seins
(ohne titel)
ich sende dir meinen traum
ich - engel des todes
mein traum weißer haut
und dunkler lippen
knochiger finger gruß
sendet meine liebe
ein stachel der rose
tropft blut...
schmerzlicher traum...
ich gewinne keine nacht
nur ein träumend herz
schenkt mir schwarze trauer
pfeile treffen blutende wunden
die wirklichkeit erdrückt...
(ohne titel)
ich träume dich -
mit schwarzen schwingen
zeigst du dich mir -
gespenst der nacht
ich trinke deinen dunklen saft
und wünsche deine macht
dein blut ist mein leben
dein sein ist meine liebe
ich träume dich
ich liebe dich
ich bin in dir
in all deiner pracht
dunkles juwel der nacht
(ohne titel)
ich bin der traum der nacht
und
zertrete die wunde der welt
meine tränen nie gesehen
meine worte nie gehört
ich wandre einsam in der welt
rufend nach dir
(ohne titel)
das sterben tut gut
der letzte tropfen pein
blutet aus der seele
ein schwarzer schrei
entzücken formt meine wunden
ich empfinde dunkelheit
ruhe und schlaf
und tränen mit entsetzen
(ohne titel)
fäden der endlichkeit
spinnen netze geschickt
fäden der unwissenheit
trinken silbern den mond
ich zerstückele meine glieder
im angesicht des todes