Einsame Stunden in einer leeren Wohnung...
Die Stille schreit mir in die Ohren
Was habe ich nur falsch gemacht?
Habe Ich mich zu wenig bemüht?
War Ich selbst schuld?
Ich weiß tief in mir
Das nichts von dem stimmt
Doch Ich ignoriere es
Kann nicht glauben das es grundlos geschah
Sehne mich nach Geborgenheit
Doch die Zuversicht ist geflohen
Mit dem Moment wo du das erste mal die Hand hobst
Als du sagtest du nimmst mir das liebste was Ich habe
Sehne mich nach Verständnis
Und bekomme nur Ablehnung
Es ist unvorstellbar
Wie sehr sich Menschen ändern
Was man einst liebte
Möchte man heute nur noch töten...
Und so sitze Ich allein
In einer leeren Wohnung
Denn du nahmst mir alles
Und meine Sehnsucht bringt mich um...
Hast du letzten Endes doch erreicht
Was Du immer wolltest?
In mancher Hinsicht schon...
In Dark Memories...
Totentanz
In tiefster Nacht im dunklen Wald
Folge ich einer gestalt
gehüllt in weißes Leichentuch
getrieben wohl von einem Fluch
Ich folg ihr bis zur Friedhofsmauer
und lege mich dort auf die Lauer
Ein Kreis aus tausenden Gestalten
die alle sich an Händen halten
Nebel wallt und sinkt hernieder
über Namenlose Glieder
Der Mond wirft seinen weißen Glanz
sanft auf den skurillen Tanz
Sie springen wie vom Spiess gestochen
Sie wirbeln herum und beugen die Knochen
Sie wedeln mit ihrem Gewändern im Takt
Die Knochen glänzen im Mondlicht nackt
Sie schwingen ihre dürren gebeine
um verwitterte Grabessteine
ausgelassen feiern sie
ihre Makrabre Zeremonie
Angezogen, wie im Traum
weit entfernt von Zeit und Raum
beginn ich mich im Takt zu wiegen
will mich wehren, doch kann nicht siegen
Ich näher mich dem Totentanz
sie strahlen in überirdischem Glanz
Doch als sie mich sehen
bleiben sie stehen
Regungslos stehn sie da
bilden eine Gasse gar
und wie von unsichtbarer Hand
streift sich mir über ein Gewand
In der Mitte angelangt
Ergreift mich plötzlich eine hand
und eine Stimme spricht zu mir:
'Willkommen seist du bei uns hier
hab keine furcht, sei unverzagt
und höre was dein Herz dir sagt.
Es schlägt nicht mehr in deiner Brust
doch ist's kein wirklicher verlust,
denn du hast nun das ew'ge Leben
Frieden wollen wir dir geben
das deine Seele sanft und weich
heraustritt aus dem Zwischenreich
So tanze nun mit uns gemeinsam
dann bist du niemals wieder einsam
Im andren Reich erwartet dich
deine familie sensüchtig.
Denn wenn die Sonne aufgegangen
ist keine Seele mehr gefangen!"
Ich merke wie die Furcht verschwindet
als sich mein Körper tanzend windet
Die Sonne taucht am Himmel auf
im Licht lös ich mich langsam auf
Erlöst schwebt meine Seele fort
an einen wunderschönen Ort...
Gedankengänge
Kirchenglocken ertönen von ferne
klingen dumpf durch die Stille
Wasserplätschern im Hintergrund
und das surren des Computers
ich sitze einsam vor dem Monitor
tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf
vor meinem inneren Auge ziehen Bilder
aus längst vergessenen Tagen vorüber
Traurigkeit greift nach meinem Herzen
und umklammert es, ganz fest
Ich bin wie gelähmt
und doch beweglich
fühle mich wie betäubt
dennoch sind meine sinne
scharf wie nie zuvor
Melancholie macht sich breit
und plötzlich verfalle ich in Träume
male mir aus
wie es sein könnte
wäre mein leben anders verlaufen
hätte ich manche Entscheidung nicht getroffen
und stattdessen etwas anderes getan
Ärgere mich über so viel verlorene Zeit
die ich nie wieder aufholen kann
viele Fehler
hätte ich vermeiden können
doch durch sie habe ich gelernt
lerne ich noch immer...
Das Leben ist zu schön um zu trauern
sagen mir viele
doch sie wissen nicht warum
es mir so geht
verstehen nicht die Verzweiflung
fragen niemals nach den Hintergründen
aus Angst etwas zu sehen
das sie selbst verdrängen
aus Angst vor eigenen Gefühlen
Ignoranz als Lebensretter?
Scheinheiliges Mitleid?
Unerfahrenes Gefasel...
So sitze ich also allein
mit meinen Gedanken
Weine ein wenig
und fühle mich für kurze Zeit lebendig....