Dark Spirit, dunkle Lyric, Gedichte & Gedanken von LostDesire_1



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Texte von LostDesire...



Dunkelheit

Dunkelheit umgibt mich, Dunkelheit ist in mir...
Dunkelheit… sie umarmt mich, gibt mir Kraft!
Am Tag wird offensichtlich, was die Nacht verbirgt...schützt...
Gnadenlos wird alles bestrahlt. .nur bis in mein Herz
dringt sie nicht hervor...zu tief...zu dunkel..
alles zerfällt, Gefühle implodieren
und setzen sich an den Wänden ab,
bilden Krusten die jucken, scheuern…
hin und wieder kratze ich sie auf
und genieße das warme Blut, das heraus quillt…
genieße den Schmerz, merke,
das ich doch noch ein Stück lebendig bin…
Nie wird die Vergangenheit ruhen… niemals…
ich werde es nicht zulassen, muss kratzen, bohren,
brauche den Schmerz, um zu überleben…
um zu leben… Sehnsucht nach Geborgenheit,
Zärtlichkeit, Verständnis wird wach… alles Utopie…
So sitze ich allein mit meinem Schmerz
und nähre ihn, füttere ihn und sperre ihn ein
Niemand soll ihn kennen… keiner von seiner Existenz erfahren.
Er gehört mir, mir ganz allein.
Er ist mein Leben, meine Vergangenheit, meine Gegenwart…
und meine Zukunft

Bis ich ihn mit ins Grab nehmen kann…



Gefühle

sie kommen und gehen
wogen auf und ebben ab
oft verursachen sie Schmerzen
die keiner heilen kann

lassen mich am Boden kriechen
und den Wunsch nach Sterben aufkommen
Wut und Trauer
vermischen sich
Hilflosigkeit macht sich breit

dann kommt Verzweiflung
und mit ihr die Traurigkeit
Selbstmitleid
das gefühl allein zu sein

Tränen bahnen sich einen Weg
rollen meine Wangen herab
tropfen von meinem gesicht hinab
und versickern lautlos in den Fasern meiner Kleidung

das Telefon klingelt
reisst mich aus meinen gedanken
für einen Moment bin ich wach
um anschliessend wieder zusammenzufallen

Die Tränen werden zu reissenden Flüssen
Angst greift nach meinem Herzen
umklammert es
und quetscht es ein

etwas später-
Erleichterung
die Tränen lindern die Verzweiflung
erleichtern meine Seele

ich werde ruhig
entspanne mich
und kurz darauf
ist alles vorbei

Das Leben geht weiter
ich bin bereit zu kämpfen
selbst die Angst in meinem Herzen
hindert mich nicht daran



Rauchen

Ich sitz allein im Haus herum
Und finde, rauchen wär' nicht dumm
Ich bastle mit ein Tütchen klein
Na ja, es könnte kleiner sein.. ;-)
Ich zieh und zieh und merke bald
Ich werde ruhig, gelassen, kalt
Hab ein Gefühl als ob ich fliege
Fang an zu meckern wie ne Ziege

In meinem Mund da sitzt ein Pelztier
Aus dem Aquarium winkt der Wels mir
Ich kriege Hallus - ohne Frage
Manchmal ist das Zeugs ne Plage…
Ich versuch mich zu bewegen
Schneckentempo nix dagegen…
Lauf wie auf Watte rum und wanke
Mann, was bin ich für ne Kranke…

Die Wände kommen auf mich zu
Hier drinnen hab ich keine Ruh
Ich Torkel raus und ohne Grund
Stolpre ich über den Hund
Der freudig wedelnd vor die Tür
Die leine schleppt, aber wofür?
Ich versuch noch zu begreifen
Was der will, da hör ich's keifen

Mein Kater haut sich mit 'ner Maus
Nu ist der Ofen für mich aus
Ich geh ins Bett und wälz mich rum
Kann nicht schlafen, das ist dumm
Doch nach nur einer Viertelstunde
Dreht der Sandmann seine Runde
Ich schwör' s - ich hab ihn kommen sehen
Und dann ist's auch um mich geschehen…

Ich mach die kleinen Äuglein zu
In meinem Kopf is endlich Ruh!



Seelenspiegel

Dunkle Wolken
ziehen vorbei
ich blicke
aus dem Fenster
wie Schleier
fällt der Regen
vor meinen Augen
auf den Boden
bildet kleine Pfützen-
Spiegel meiner Seele
traurige Gedanken
überfluten mein Gehirn
rinnen meine Nerven hinab
und dämpfen den Schlag meines Herzens
Dämmerung setzt ein
ich lenke meine Schritte
über Namenlose Gräber
fühle mich eins
mit der Dunkelheit
nach Ruhe suchend
setze ich mich unter eine Linde
nehme den frischen Duft
regennasser Rinde auf
sauge ihn tief ein
und entschwinde langsam
in die Ewigkeit



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