Texte von Julius Uterus...
Die Nächtliche
Ein Glanz deiner Herrlichkeit, spiegelt sich in trüben Gewässern.
Eins zu Eins.
Liebe in Liebe.
Mit brennenden Hufen, tanzt die weiße Stute auf einer schwarzen Wiese.
Lacht unter deinem Segen, rein und klar.
Durch dein silberndes Kleid, durchsichtig und schimmernd,
sehe ich dein Herz vor Euphorie zucken.
Ich liege dir zu füssen und geschmeidig winde ich mich um deinen Leib,
um zu verschnürren deine Glieder,sanfter Engel im Herzen der NAcht.
Im zuge eines Atems, sieht sie nicht was sie nicht sieht,
hört sie was sie nicht hört,
und sagt was sie nicht fühlt.
Dann stirbt sie.
Mit schweren Gliedern, hebe ich nun wie im Wahn meine Flügel
und verströme das Licht einer mir unbekannten Sonne.
Das gleiche ist immer das gleiche.
Das Fremde wie eine Vorahnung.
Aus dem Schoße der Jungfrau, fließt nun ein Rinnsal Blut.
SPINNENGEISTMENTALTAUSCH
Oh Mutterspinne, groß + fürchterlich,
meine schwarze + behaarte du, achtäugig + gefrässig,
entzücke mich.
Leg hernieder deine Eierfrüchte mir zu Füßen.
Mit giftigen Tau benetze die Lippen mir.
Sind sie denn nicht lieblich deine kleinen, ach und tödlich ?
So lasse mich aufsteigen mit ihnen, auf deinen behaarten, ach so herrlich warmen Bulbus kriechen.
(Myriaden Taster berühren mich sanft + liebkosen meinen nackten Spinnenleib)
Ohh große Mutterspinne, immer hungrig,
beflügel die Inspiration in meinem ach so hohlen Gefäß
und lieben werde ich dich auf ewig!
Du Achtbeinige,Vertraute und Abscheuliche,
in deinem Geist/Körper lasse mich schlummern für immer!
+ dein Kind will ich sein.
Oh, hättest du doch nur Lungen, wie ich,
so könntest du wachsen mit Knochen und sein meine geliebte Konkubine.
Pechschwarze Körper entzücke mich.
Pechschwarzer Körper, krieche her zu mir unter die Decke.
Spinn mich ein in dein Gespinnst.
Verspeise mich!
Sauge mich aus!
So sei es dann, das ich deine nässenden Wunden heile küsse,
zu deiner Menschwerdung,
gebieterisches Spinnenweib.
Acht in acht und immer acht in acht.
Der schwarze Kuss
oder AN NUIT
Du bringst mir das Licht der Wahrheit,
im schatten der EWigkeit.
Ich sehe dein funkelndes Auge;
doch nur eines von Tausend.
So birgst du die Frucht, in deinem gekümmten Leibe, über mir
und unter deinem schwarzen Kleid ist eine Wölbung für uns reseviert.
Oh du, meine große Mutter,
Mutter aller Dinge, aller Farben und Formen,
sende mir deinen schwarzen Kuß,
und unaussprechlich ist die Liebe die ich dir schenke.
Der Altar Fleisch
OLAM - Das Verborgene wird offenbart vor mir.
Ich Licht des freien Geistes, gebadet im Honig der göttlichen Erkenntniss.
Es ist wieder einmal Winter geworden.
Schon wandele ich auf toten Blättern.
Kalter Geist in einer toten Hülle.
Fleischlos.
Absorbiere die verdorbene Leibesfrucht.
Es war ein blutiger Schwur.
Eine noch schändlichere Taufe.
Schrecklich anzusehen.
Ich schreie um Vergebung.
Vergebens.
Mein Körper ist der Kelch.
Mein Blut der Wein der Sünde.
Sein ist Leid.
Leben ist Leid.
Fleisch ist Leid.
Doch ich bin, was ich bin, was ich für immer bin.
Gebettet in fleischige Lappen, tote und beseelte Lumpen tragend.
Und dann erfahre ich die Gnosis des freien GEistes,
in einer mir fremden Erfahrung, um zu verwirklichen,
meine eigenen Gesetze und um zu entfesseln die Macht meines strebens.
Der Gedanke, ist der zu Fleisch gewordener Wille,
in einem Gefängnis,
dem Heiligtum,
dem Altar Fleisch.
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